Metricooler, bestimmt  kommt dir eine dieser Situationen bekannt vor …

Du veröffentlichst hin und wieder mal ein Video auf YouTube. Deine Videos bekommen Likes und Kommentare, aber die Anzahl der Aufrufe steigt trotzdem nicht.

Oder du veröffentlichst inzwischen doppelt so viele Videos wie noch vor einem Jahr, doch die Zahlen deines Kanals haben sich kaum verändert.

Das Problem ist, dass deine eigenen Kennzahlen oft nicht ausreichen, um zu erkennen, was du besser machen könntest. Also probierst du einfach verschiedene Dinge aus und schaust, was passiert. Dabei können 2.000 Aufrufe ein riesiger Erfolg oder eine ziemliche Enttäuschung sein – je nachdem, wie groß dein Kanal ist. Wenn du nur deine eigenen Analytics betrachtest, fehlt dir der Kontext, um deine Ergebnisse richtig einzuordnen.

Genau deshalb haben wir eine Claude-Skill für YouTube-Benchmarking entwickelt. Sie ruft die Daten deines Kanals ab, vergleicht sie mit denen tausender echter YouTube-Kanäle und zeigt dir, wo du im Vergleich zu anderen stehst und was du konkret verbessern kannst.

Wir haben die Skill mit zwei völlig unterschiedlichen YouTube-Kanälen getestet: unserem eigenen Kanal mit 27K Abonnenten, auf dem wir als Softwareunternehmen Videos veröffentlichen, und dem Kanal von Latasha James. Sie ist eine  Content-Creatorin, arbeitet schon länger mit uns zusammen und hat uns für diese Analyse Zugriff auf die Daten ihres Kanals mit 235K Abonnenten gegeben.

Das Überraschende: Obwohl die beiden Kanäle so unterschiedlich sind, kam die Skill bei beiden zur gleichen Diagnose.

Wie die Skill den Kanal von Latasha analysiert, kannst du dir im Video von Anfang bis Ende ansehen – von der Verbindung des Kanals bis zur fertigen Auswertung. Wenn du also erst einmal sehen möchtest, wie die Skill mit echten YouTube-Daten arbeitet, bevor du sie selbst ausprobierst, schau dir am besten das Video an.

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So analysierst du deinen YouTube-Kanal

Nachdem du die Skill in Claude ausgeführt hast, wirst du dich in einem dieser vier Szenarien wiederfinden:

Hohes Engagement, wenige Aufrufe

Was das bedeutet: Deine Videos kommen bei den Zuschauern gut an, erreichen aber zu wenige Menschen. Das ist wahrscheinlich die frustrierendste der vier Situationen: Deine Inhalte funktionieren, aber dein Kanal wächst trotzdem nicht so, wie du es dir wünschst.

Was du tun kannst: An deinen Inhalten solltest du vorerst nichts ändern, denn die Zahlen zeigen, dass sie gut ankommen. Stattdessen solltest du dafür sorgen, dass mehr Menschen deine Videos entdecken.

Setze zunächst bei den Videotiteln an: Formuliere sie so, dass sie auf konkrete Fragen eingehen, nach denen deine Zielgruppe auf YouTube sucht. Veröffentliche außerdem YouTube Shorts, um auch im Shorts-Feed sichtbar zu werden. Über diesen Feed entstehen 61 % der organischen Aufrufe auf YouTube. Zum Vergleich: Über die Suche kommen nur 9 % und über deine Kanalseite gerade einmal 3 %.

Niedriges Engagement, viele Aufrufe

Was das bedeutet: Deine Videos werden zwar gefunden und angesehen, aber viele Zuschauer springen ab, bevor sie sich wirklich für deine Inhalte begeistern können. An der Reichweite liegt es also nicht. Das Problem steckt eher in den ersten Sekunden deiner Videos.

Was du tun kannst: Arbeite vor allem am Einstieg (also Hook) deiner Videos, um die Zuschauer länger dranzuhalten und mehr Interaktionen wie Kommentare, Likes oder Profilbesuche zu erzielen. Damit bist du übrigens nicht allein: Die durchschnittliche Wiedergabedauer ist auf YouTube insgesamt gesunken – bei längeren Videos um 37 % und bei Shorts von 48 auf nur noch 16 Sekunden.

Niedriges Engagement, wenige Aufrufe

Was das bedeutet: Deine Videos werden kaum gefunden, und die Zuschauer, die sie erreichen, bleiben nicht lange dran. Deshalb solltest du zunächst deine Inhalte unter die Lupe nehmen, bevor du dich darum kümmerst, wie du mehr Reichweite erzielst.

Was du tun kannst: Schau dir an, welche Themen andere Kanäle mit einer ähnlichen Zielgruppe behandeln, wie sie ihre Videos aufbauen und ihre Geschichten erzählen. Überlege dir vor allem, wofür dein Kanal stehen soll, bevor du weitere Änderungen vornimmst.

Genau das haben die Kanäle gemeinsam, die in unserer Studie in eine höhere Größenkategorie aufgestiegen sind. Ein besonders gutes Beispiel ist ein Kanal, der sich ausschließlich mit Fermentation beschäftigt und durchschnittlich 107.000 Aufrufe pro Video erzielt – 6,5-mal so viele wie vergleichbar große Kanäle.

Hohes Engagement, viele Aufrufe

Was das bedeutet: Dein Kanal läuft gut. Jetzt geht es darum, herauszufinden, wie oft du zusätzliche Videos veröffentlichen kannst, ohne dass deine Kennzahlen darunter leiden.

Was du tun kannst: Erhöhe schrittweise deine Veröffentlichungsfrequenz, aber achte darauf, eine bestimmte Grenze nicht zu überschreiten. Bei längeren YouTube-Videos liegt die optimale Frequenz bei 2 bis 4 Videos pro Woche. Ab 7 Videos pro Woche sinkt die Gesamtzahl der monatlichen Aufrufe wieder.

Bei YouTube Shorts liegt diese Grenze deutlich höher. Hier kommt es vor allem darauf an, wie viele Videos du produzieren kannst, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen.

Das hat unsere Analyse ergeben

Beide Kanäle, die wir mit der Skill analysiert haben, fallen in die erste Kategorie: hohes Engagement, aber wenige Aufrufe. Deshalb werden wir bei keinem der beiden Kanäle etwas an der Art der Inhalte ändern.

Latasha veröffentlicht durchschnittlich 1,87 längere Videos pro Woche und damit deutlich mehr als vergleichbar große Kanäle. Sie erzielt 8 % mehr Engagement, aber 84 % weniger Aufrufe. Bei Shorts sieht es anders aus: In den letzten 30 Tagen hat sie nur ein einziges Short veröffentlicht, während Kanäle ihrer Größe durchschnittlich 3,43 Shorts pro Woche posten. Ihre Inhalte sind also nicht das Problem. Ihr größtes Wachstumspotenzial liegt darin, häufiger Shorts zu veröffentlichen.

Bei uns sieht es ähnlich aus, nur mit anderen Zahlen. Wir erzielen mehr als doppelt so viel Engagement wie vergleichbar große Kanäle. Trotzdem werden unsere Videos 16-mal seltener angesehen: durchschnittlich 729 Aufrufe gegenüber 12.045. Außerdem haben wir in 90 Tagen gerade einmal 4 Shorts veröffentlicht, während andere Kanäle unserer Größe auf etwa 4 Shorts pro Woche kommen.

Du hast jetzt gesehen, welche Ergebnisse die Skill für zwei völlig unterschiedliche YouTube-Kanäle liefert. Und genauso funktioniert sie auch mit deinem Kanal, egal ob du 500 oder 200.000 Abonnenten hast. Sie vergleicht deine Kennzahlen mit denen echter Kanäle ähnlicher Größe und zeigt dir, wo du ansetzen kannst, um zu wachsen.

Lade dir einfach die Skill herunter, öffne sie in Claude und verbinde deinen Metricool-Account. In wenigen Minuten hast du deine Analyse.

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P.S.

Würdest du dich trauen, sechs Monate lang völlig abgeschieden von der Außenwelt zu leben? Ich bin mir da nicht so sicher. Aber seit ich diesen Account entdeckt habe, komme ich langsam ins Grübeln.

Olivia lebt abgeschieden von der Zivilisation in Alaska und zeigt auf TikTok, wie sie sich darauf vorbereitet, sechs Monate lang von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Der nächste Ort ist neun Stunden von ihrem Zuhause entfernt, und die einzige Zufahrtsstraße wird für die kommenden Monate gesperrt.

Und ich gebe es zu: Ich bin inzwischen richtig süchtig nach ihren Videos und verfolge gespannt, wie sie sich darauf vorbereitet, die nächsten sechs Monate zu überstehen. Erst gestern hat sie ein Video von ihrem Großeinkauf bei Costco gepostet: 350 Kilo Zucker und 400 Kilo Mehl!

Ich würde mich wahrscheinlich mit so vielen Konserven wie möglich eindecken. Und auf eine Internetverbindung würde ich auch nicht verzichten wollen – schließlich muss ich endlich mal lernen, Brot zu backen.

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