
Metricooler, Apple hat seinen TikTok-Account komplett zurückgesetzt.
Keine Posts mehr, alles auf null – und ein kompletter Neustart.
Wo früher perfekt inszenierte Videos ohne sichtbares Logo liefen (weil man ohnehin wusste, dass es Apple war), sieht man jetzt farbige Karussells, Produkte im Mittelpunkt und eine Gen-Z-Ästhetik, die den Ton vorgibt.
Die Kommentare schwanken zwischen Begeisterung und Ungläubigkeit: „Ist Apple wieder witzig?“

Denn ja, erinnern wir uns: Früher war Apple so:


Verspielt, anders – der Gegenpol zur grauen, beigen und ziemlich langweiligen Computerwelt.
Mit den Jahren ist Apple aber genau das geworden, wogegen es einmal angetreten ist. Nur eben mit einem metallischen Glanz über dem Grau:

Der Wandel fällt auf – nicht, weil es ungewöhnlich ist, dass Marken ihren Ton an TikTok anpassen. Das machen Marken wie Duolingo, Ryanair oder Heinz schon lange. Sie haben früh verstanden, dass die Plattform anders funktioniert.
Was das Ganze wirklich interessant macht, ist, wer diesen Schritt gegangen ist.
Apple war bisher eines der letzten großen Beispiele für eine Marke, die ihre Identität überall konsequent durchgezogen hat. Klare Ästhetik, reduzierte Sprache, kontrollierte Zurückhaltung. Ein Stil, der sich kaum verändert hat.
Und genau das haben sie jetzt hinter sich gelassen.
Dass ausgerechnet Apple den Dynamiken von TikTok nachgibt, sagt einiges über den aktuellen Stand der sozialen Netzwerke: Eine starke Markenidentität allein reicht nicht mehr. Du musst entscheiden, was du auf jedem einzelnen Kanal damit machst.
Sage mir, wie deine Strategie aussieht, und ich sage dir, wer du bis
Sollten jetzt alle Marken das machen, was Apple gemacht hat?
Nein. Und viele können es auch gar nicht. Aber jede Marke muss eine Entscheidung treffen, wie sie ihre Präsenz auf verschiedenen Kanälen steuert. Denn auch nichts zu tun ist eine Strategie – und meistens keine gute.
Im Grunde gibt es drei Wege:
#1. Überall denselben Content posten
Was auf Instagram funktioniert, wird einfach auf LinkedIn, TikTok und Facebook übernommen – ohne große Anpassungen. Genau das machen Marken wie Target oder Scrub Daddy.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein einzelner Inhalt deckt mehrere Kanäle ab, die Markenidentität bleibt konsistent und die Planung wird deutlich einfacher.
Der Nachteil: Jede Plattform hat ihre eigene Logik, ihren eigenen Algorithmus und ihr eigenes Publikum. Und Content, der nicht für den jeweiligen Kanal gedacht ist, performt fast nie so gut wie speziell angepasster.
Ein gutes Beispiel für diese Strategie ist die Getränkemarke Poppi. Sie veröffentlicht den Großteil ihrer Inhalte auf allen Kanälen – ohne auch nur eine Zeile zu ändern:

#2. Anpassen, ohne alles neu zu erfinden
Die Idee bleibt gleich, die Botschaft auch – aber die Umsetzung wird angepasst. Der Text ändert sich, das Format wird angepasst, die Länge je nach Plattform gekürzt oder verlängert. So arbeiten zum Beispiel Penguin Random House, Dunkin’ Donuts oder auch Metricool.
Das ist wahrscheinlich die verbreitetste Strategie, weil sie einen guten Mittelweg zwischen Effizienz und Performance findet. Das Risiko: Wenn die Anpassungen zu oberflächlich sind, sehen Nutzer, die dir auf mehreren Kanälen folgen, immer wieder Variationen desselben Inhalts – und verlieren schnell das Interesse.
Ein weiteres Beispiel ist Disney+. Auf TikTok setzen sie auf die Simpsons, auf Instagram auf Daredevil. Trotzdem sind etwa 50 % der letzten 15 Beiträge auf beiden Plattformen exakt gleich.

#3. Für jedes Netzwerk eine eigene Markenpersönlichkeit aufbauen
Das ist der Weg, den Apple eingeschlagen hat – und den Marken wie Adidas, Sephora oder Beyond Meat schon seit Jahren gehen. Es geht nicht nur darum, das Format anzupassen, sondern auch Tonalität, Inhalte und die Art, wie du mit deiner Community interagierst.
Das ist die Strategie, die das Potenzial jeder Plattform am besten nutzt – und die am meisten Bindung schafft. Denn sie gibt Nutzern einen echten Grund, dir auf mehreren Kanälen zu folgen. Gleichzeitig ist sie auch die aufwendigste: Sie kostet Zeit, Geld und erfordert eine klare Linie. Ohne die kann sie schnell nach hinten losgehen.
Im Fall von Apple haben sie dafür sogar einen neuen Instagram-Account erstellt: @helloapple – komplett ausgerichtet auf diesen neuen, deutlich TikTok-näheren Content.
Also, welche Strategie ist die richtige?
Die kurze Antwort: Es kommt darauf an.
Es hängt von deinem Team ab, deinem Budget und vor allem davon, wo deine Zielgruppe unterwegs ist und wie sie sich dort verhält.
Wichtig ist, dass du den Kanal erkennst, der für dich am besten funktioniert – und genau dort den Großteil deiner Energie reinsteckst.
Danach entscheidest du, was du mit den anderen Kanälen machst: denselben Content posten, anpassen oder etwas Eigenes aufbauen. Aber bewusst – und mit einem klaren Blick darauf, was dich jede Option kostet.
Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Strategie – sondern gar keine. Dann postest du auf fünf Kanälen gleichzeitig – aber nirgends richtig und ohne zu wissen, was wirklich funktioniert.
Du ziehst Ressourcen von dem Kanal ab, der dir Ergebnisse bringt, und steckst sie in andere, bei denen nicht mal klar ist, ob sich der Aufwand lohnt.
Meine Empfehlung: Metricool.
Damit siehst du auf einen Blick, wie deine Kanäle performen und kannst vergleichen, wie derselbe Content auf verschiedenen Plattformen läuft, und triffst Entscheidungen, ohne dich durch zig Tabs zu klicken.
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DIE STORIES DIESER WOCHE
Kommen jetzt endlich Links auf Instagram?
Instagram testet aktuell eine Funktion, mit der sich klickbare Links direkt in den Texten von Beiträgen einfügen lassen. Der Haken: Die Funktion ist vorerst nur für Meta-Verified-Nutzer verfügbar – und auf 4 Anwendungen pro Monat begrenzt.
Sollte das Feature wirklich kommen, wäre das ein echter Wendepunkt für alle, die Content für soziale Netzwerke erstellen.
Aktuell ist es aber eben genau das: ein Test.
Deshalb lohnt sich ein Blick auf die SmartLinks von Metricool. Damit kannst du ganz einfach eine eigene Seite mit all deinen wichtigen Links erstellen – und sie auf jeder Plattform einsetzen (bei uns im Team nutzt jeder Kanal seinen eigenen SmartLink).
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Ich stalke nicht – ich mache Benchmarking

Wenn du nicht weißt, wo du mit deiner Strategie anfangen sollst, hilft es, dir anzuschauen, was andere machen.
Analysiere deine Konkurrenz mit Metricool und finde heraus, welche Inhalte bei ihnen am besten funktionieren. Ohne zusätzliche Zugriffe kannst du im Bereich „Konkurrenz“ wichtige Kennzahlen analysieren und bessere Entscheidungen für dein Business treffen.
Denn Wissen ist Macht.
PS
Diese Woche, nach den Oscars, hat Schauspieler Michael B. Jordan – frisch ausgezeichnet als Bester Hauptdarsteller für Sinners – seinen Sieg ganz entspannt mit einem Burger bei In-N-Out gefeiert. Eine Tradition, die sich sehen lassen kann.
So einen Erfolg zu feiern hat schon was. Also: Wo würdest du feiern, wenn ein Post bei dir richtig durch die Decke geht?
Ich weiß es genau: eine Vier-Käse-Pizza, von der der Käse endlos zieht, dazu eine Cola. Besser geht’s nicht 💛
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