Metricooler, hast du das Gefühl, dass YouTube einfach nicht so richtig funktioniert? Videos schaust du bestimmt  gerne – aber sobald du selbst einen Kanal betreust, wird es kompliziert.

Plötzlich kommen ganz viele Fragen auf:  

Solltest du auf Shorts setzen, auf lange Videos oder auf beides? Warum erzielt ein aufwendig produziertes Video kaum Aufrufe, während ein Short, der in zwei Minuten entstanden ist, viral geht? Ist es besser, täglich zu veröffentlichen oder seltener zu posten und dafür mehr Zeit in die Qualität zu investieren? Und wie wichtig sind Titel, Beschreibung und Hashtags wirklich?

Fragen gibt es viele. Deshalb haben wir eine ganze Menge Daten analysiert, um Antworten darauf zu finden. 

Wir haben 799.718 Videos von 71.177 Accounts aus aller Welt analysiert und die wichtigsten Erkenntnisse in unserer YouTube-Studie 2026 zusammengefasst.

Das sind fünf Dinge, die du 2026 über YouTube wissen solltest:

#1 Mehr Aufrufe – aber deutlich kürzere Wiedergabezeiten

Im vergangenen Jahr sind die Aufrufe sowohl bei langen Videos als auch bei Shorts deutlich gestiegen. Laut der YouTube-Studie 2026 von Metricool erzielen lange Videos 76 % mehr Aufrufe, Shorts sogar 127 % mehr.

Doch diese Entwicklung hat auch eine Kehrseite: Die Aufrufzahlen steigen, doch die Wiedergabezeit pro Video sinkt.

Die durchschnittliche Wiedergabedauer langer Videos ist um 37 % gesunken, bei Shorts sogar um 67 %.

Konkret bedeutet das: Lange Videos werden im Durchschnitt nur noch etwa zweieinhalb Minuten angesehen – rund eineinhalb Minuten weniger als im Vorjahr. Shorts erreichen im Schnitt 16 Sekunden Wiedergabezeit, also 32 Sekunden weniger als 2025.

👉 Was kannst du tun? Überarbeite den Einstieg deiner Videos und platziere die spannendsten Inhalte möglichst weit am Anfang. Deine Zuschauer entscheiden in den ersten Sekunden, ob sie dranbleiben oder weiterscrollen – genau dort musst du sie überzeugen.

Der Hook entscheidet

Ob jemand in den ersten Sekunden weiterschaut oder weiterscrollt, entscheidet oft dein Hook.

Deshalb haben wir 25 Hook-Ideen zusammengestellt, mit denen du deine Zuschauer von Anfang an fesselst.

#2 Der Shorts-Feed sorgt für die meisten Aufrufe

6 von 10 organischen Aufrufen in unserer Stichprobe stammen aus dem Shorts-Feed. Damit ist er derzeit die wichtigste Quelle, über die neue Inhalte auf YouTube entdeckt werden.

6 von 10 organischen Aufrufen stammen aus dem Shorts-Feed.

Solltest du also unbedingt auf Shorts setzen? Und wie viele solltest du wöchentlich posten?

Die Daten der YouTube-Studie 2026 von Metricool sprechen für Qualität statt Quantität.  Kanäle, die rund fünf Shorts pro Monat veröffentlichen, erzielen 46 % mehr Aufrufe als der Durchschnitt aller analysierten Kanäle.

👉 Was kannst du tun? Betrachte Shorts nicht als eigenständiges Format, sondern als Schaufenster für deinen Kanal. Sie helfen dir dabei, neue Zuschauer zu erreichen und auf deine weiteren Inhalte aufmerksam zu machen.

Erfolgreiche Kurzvideos zum Nachmachen

Es gibt keine schlechten Ideen für Kurzvideos. Wenn ein Video nicht funktioniert, liegt es meistens daran, dass etwas noch nicht ganz passt.

Dabei steckt oft schon jede Menge Arbeit darin: planen, filmen, schneiden, optimieren – und am Ende bleiben die Ergebnisse trotzdem hinter den Erwartungen zurück.

Deshalb haben wir über 50 echte Beispiele für Kurzvideos zusammengestellt, die erfolgreich waren.

Lass dich inspirieren und finde Ideen, die auch für deinen Content funktionieren.

#3 Mehr Inhalte bedeuten nicht automatisch mehr Erfolg

Viele glauben, dass auf Social Media vor allem eines zählt: möglichst viel zu veröffentlichen. Doch zumindest auf YouTube stimmt das so nicht.

Bei langen Videos erzielst du die besten Ergebnisse, wenn du zwei bis vier Videos pro Woche veröffentlichst. In diesem Bereich stimmen Aufwand und Ergebnis: Sowohl die einzelnen Videos als auch die monatliche Gesamtperformance schneiden hier am besten ab. Wer deutlich häufiger veröffentlicht, steigert die Aufrufe dagegen nicht im gleichen Maß.

Bei Shorts sieht das etwas anders aus. Auch hier liefern zwei bis vier Shorts pro Woche das beste Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis. Anders als bei langen Videos wirkt sich eine höhere Veröffentlichungsfrequenz langfristig jedoch nicht negativ aus.

Jeder neue Short ist eine zusätzliche Chance, im Shorts-Feed ausgespielt zu werden. Deshalb profitieren Kanäle, die mehr Shorts veröffentlichen, langfristig oft von höheren Gesamtergebnissen.

👉 Was kannst du tun? Veröffentliche lange Videos nicht nur, um häufiger zu posten. Jedes zusätzliche Video konkurriert mit deinen anderen Inhalten um die Aufmerksamkeit deiner Zuschauer. Bei Shorts ist das anders: Jeder weitere Short ist eine neue Chance, im Feed entdeckt zu werden.

Verstehe die Spielregeln

Wenn du weißt, wie YouTube funktioniert, verstehst du auch, warum bestimmte Videos mehr Menschen erreichen als andere.

Lerne, wie der YouTube-Algorithmus Inhalte bewertet und entscheidet, welche Videos welchen Nutzern angezeigt werden.

#4 Hashtags: Nützlich, aber kein Reichweiten-Booster

Nutzt du Hashtags auf YouTube? Dann solltest du wissen: Sie schaden deinen Videos nicht – sorgen aber auch nicht automatisch für mehr Reichweite. Das gilt sowohl für lange Videos als auch für Shorts.

Lange Videos mit Hashtags erzielen 36 % mehr Engagement.

Für den YouTube-Algorithmus spielen Hashtags längst nicht so eine wichtige Rolle wie Titel oder Thumbnails.

Die Daten der YouTube-Studie 2026 von Metricool zeigen: Kanäle, die Hashtags verwenden, erzielen bei langen Videos 17 % weniger Aufrufe, bei Shorts 10 % weniger. Gleichzeitig steigt jedoch das Engagement – um 36 % bei langen Videos und 9 % bei Shorts.

Der Grund: Hashtags ziehen gezielteren Traffic an. Nutzer, die über einen Hashtag auf dein Video stoßen, interessieren sich häufig bereits für das Thema und interagieren deshalb eher mit deinem Content.

Du erreichst also zwar weniger Menschen, dafür aber oft die relevanteren.

👉 Was kannst du tun? Wenn du Hashtags verwendest, beschränke dich auf ein oder zwei und wähle sie passend zu deinem Thema, deiner Nische oder deinem Angebot.

#5 Kleine Kanäle haben das größte Wachstumspotenzial

Kanäle mit 2.000 bis 10.000 Abonnenten haben die besten Chancen, die nächste Größenklasse zu erreichen. Tatsächlich sind 16 % der Kanäle in diesem Bereich zwischen 2025 und 2026 in die nächste Kategorie aufgestiegen.

Das sind Kanäle, die sich bereits auf YouTube etabliert haben, aber noch viel Potenzial für weiteres Wachstum mitbringen.

Mit steigender Abonnentenzahl wird dieses Wachstum jedoch deutlich schwieriger. Das zeigt einmal mehr: YouTube ist eine Plattform für nachhaltiges Wachstum und den langfristigen Aufbau einer Community – nicht für kurzfristige Wachstumssprünge.

👉 Was kannst du tun? Liegt dein Kanal zwischen 2.000 und 10.000 Abonnenten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, konsequent dranzubleiben. In keiner anderen Wachstumsphase zahlt sich Regelmäßigkeit so sehr aus. Bist du bereits darüber, solltest du den Fokus darauf legen, deine Community weiter zu stärken.

Sind deine Zahlen wirklich gut?

YouTube zeigt dir deine Kennzahlen – sagt dir aber nicht, wie gut sie wirklich sind. Sind 800 Aufrufe viel oder wenig? Das hängt ganz davon ab, mit wem du dich vergleichst.

Genau dafür gibt es unsere kostenlose Claude-Skill. Sie verbindet sich mit deinem YouTube-Kanal und vergleicht deine Performance mit den Daten von 71.177 echten Kanälen aus der YouTube-Studie von Metricool.

So siehst du auf einen Blick, wie dein Kanal im Vergleich zu anderen Kanälen deiner Größe abschneidet.

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Social-Media-Plan für 2026 erstellen: So bleibst du organisiert

Öffnest du deinen Social-Media-Kalender und plötzlich ist dein Kopf wie leer? In diesem Video lernst du, wie du verstreute Ideen in nur 5 Schritten in einen klaren Content-Kalender verwandelst und alles vorbereitest, um deine Inhalte mit Metricool zu planen.

PS

Falls dir der Nostalgie-Trend der letzten Jahre schon etwas zu weit ging, dann schnall dich an – denn diese News setzt noch einen drauf.

Die Eigentümer von MySpace wollen das soziale Netzwerk, das einst den digitalen Markt dominierte, neu aufleben lassen. Der Grund? Nicht nur Nostalgie. Ihrer Meinung nach sind heutige Plattformen so stark auf Algorithmen ausgerichtet, dass der eigentliche Zweck sozialer Netzwerke verloren gegangen ist: Menschen miteinander zu verbinden.

Ich gebe zu, der Algorithmus treibt mich manchmal auch in den Wahnsinn. Aber deshalb gleich MySpace zurückholen? Das ist dann doch ein ziemlich großer Schritt, oder?

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